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Tipps für einen starken Rücken
Rückentraining als Therapie und
Prävention
Ob im
Anschluss an eine Wirbelsäulenoperation oder bei der konservativen Behandlung
gehören physikalische Therapien, Krankengymnastik und eine Kräftigung der
Rückenmuskulatur zum Therapieprogramm. Muskeln sind die Stützpfeiler von
Wirbelsäule, Bandscheiben und Bindegewebsbändern. Sind sie unterentwickelt,
können leicht Rückenbeschwerden entstehen. Eine gut ausgebildete
Rückenmuskulatur schützt vor Bandscheibenbeschwerden und sollte darum früh genug
aufgebaut werden. Aber ein Muskelaufbau allein hilft nicht unbedingt.
Untersuchungen haben sogar ergeben, dass jede zusätzliche Muskelkraft die
Druckbelastung der Bandscheiben noch erhöht. Was also tun?
Krankengymnastik und
physiotherapeutische Übungen
Ohne
Maschinen in einem Fitnessstudio verläuft die gezielte Stärkung der
Rückenmuskulatur im Rahmen einer Krankengymnastik oder anderer
physiotherapeutischer Übungen. Der Therapeut leitet Bewegungsabläufe an und gibt
die Belastung vor, beispielsweise einen Gegendruck bei isometrischen Übungen.
Als Rehabilitationsmaßnahme nach einer Operation oder nach einem
Bandscheibenvorfall sind solche Übungen daher sinnvoll. Viele Übungen lassen
sich auch zu Hause weiter durchführen.
Welcher Sport ist Gesund?
Rückenpatienten sollten sich regelmäßig bewegen, denn das hat gleich mehrere
Effekte: Überschüssige Pfunde purzeln und der Rücken wird maßgeblich entlastet.
Bewegung fördert die Durchblutung und kräftigt die Muskulatur und Verspannungen
lösen sich. Es sollte aber kein Leistungssport sein! Zu vermeiden sind alle
Sportarten mit starker Belastung von Bändern, Gelenken und Rücken. Dazu zählen „Stop
and Go“ Sportarten wie Tennis, Squash und andere Ballsportarten. Empfehlenswert
sind entlastende Bewegungseinheiten wie Schwimmen, Fahrradfahren und strammes
spazieren gehen oder Walking. Wichtig ist: Es muss Spaß machen, damit die
Motivation erhalten bleibt. Wer dennoch lieber ein Sportstudio aufsuchen möchte,
solle auf die Qualität des Studios achten
Suche
nach geeigneten Fitnessstudios
In vielen
Studios werden heute so genannte „Rückenschulen“ angeboten, die auch von den
Krankenkassen unterstützt werden. Dort wird häufig ein Gruppenunterricht
angeboten, der sowohl spezielle Rückengymnastik als auch Gerätetraining
beinhaltet. Wer lieber an einem Gerät etwas für seine Rückenmuskulatur tun
möchte, sollte Ausschau nach einem zertifizierten Studio halten, in dem die
Übungen unter Anleitung stattfinden.
- Gütesiegel weisen den Weg durch
den Studiodschungel
Einen Wegweiser durch den Fitnessdschungel hat vor etwa einem Jahrzehnt das
Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. entwickelt. Nach
strengen Kriterien wurde ein Gütesiegel für gesundheitsorientierte
Fitnessstudios vergeben, das schließlich in das Zertifizierungssystem für
Fitnessstudios des TÜV Rheinland Berlin Brandenburg aufgegangen ist. Auf Basis
dieses TÜV-Zertifikats befindet sich zudem ein Fitness-Gesundheits-Netzwerk im
Aufbau. Idee ist es, Fitnessstudiobesucher, die nachweislich etwas für ihre
Gesunderhaltung tun, zukünftig von ihren Krankenversicherungen oder Arbeitgebern
Zuschüsse zum Abo in zertifizierten Studios bekommen können. Die Prüfparameter
für das TÜV-Siegel haben sich dabei den modernen Entwicklungen der Studios
angepasst und sind im Vergleich zu dem älteren RAL-Siegel noch strenger
geworden. Positive Bewertungen der Fitnessstudios in insbesondere folgenden
Bereichen sind ausschlaggebend:
·
Trainingsbetreuung, Beratung
·
Betreuungs-
und Beratungskompetenz
·
hochwertige
Geräte
Gütesiegel,
nach denen Sie sich richten können

Entspannung
- ein wichtiger Weg zur Rückengesundheit
Was hilft
aber eine starke Muskulatur, wenn der Rücken auf Dauer immer wieder schmerzt?
Die Ursache liegt häufig an einer „Übermotivation“ des Rückenpatienten, der
zuviel und u.U. zu undifferenziert sein Muskelaufbautraining betreibt. Dabei
kann es nämlich passieren, dass viel zu viel Druck auf die Wirbelsäule ausgeübt
wird, was die vorgeschädigten Bandscheiben zusätzlich strapaziert! Zu empfehlen
sind darum druckentlastende Maßnahmen, nicht nur körperlich, sondern auch
solche, die die Seele entspannen. Ab und zu hinlegen hilft schon, die
Wirbelsäule zu entlasten. Wer aus seiner Körperspannung nicht herauskommt und
vielleicht gar nicht spürt, unter welchem Druck er steht, sollte es zum Beispiel
mit progressiver Muskelentspannung nach Jacobsen oder autogenem Training
versuchen. Durch solchen Übungen wird das „Körpergefühl“ wieder sensibilisiert
und wer unter Verspannungen leidet und Schmerzen, kann früh genug bewusst
Gegenmaßnahmen ergreifen.
Muskelverspannungen sind übrigens die häufigste Ursache für Rückenschmerzen –
und es ist nicht gleich ein Bandscheibenvorfall, der die Nerven bedrängt.
Massagen und Wärmeanwendungen wie Fango oder Rotlicht lindern die Schmerzen
enorm. Überhaupt sind Wärmeanwendungen eine ideale physikalische „Therapie“, die
man auch leicht zu Hause machen kann. Ob eine warme Wanne oder Dusche,
Kirschkernkissen oder Wärmflasche: Durch die Wärme wird die Durchblutung
gesteigert und das entspannt die Muskulatur.
Stand 2009
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