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Tipps

Leben mit dem künstlichen Gelenk

Mit einem künstlichen Gelenk lässt sich sehr gut leben. Doch gerade in der ersten Zeit nach der Operation muss es noch geschont werden. Besorgen sie sich Hilfe für den Haushalt, beim Einkaufen oder anderen alltäglichen Handgriffen. Vergessen sie besonders in den ersten Monaten nicht ihre Mobilitätsübungen!

Tipps, wie das künstliche Gelenk geschont wird:

Vermeiden sie Stauchungen, starke Drehbewegungen, überkreuzte Beinstellungen. Alles das kann eine Luxation (= Ausrenkung) der Hüftprothese verursachen. Das operierte Gelenk sollte immer nur so stark belastet werden, wie der Arzt oder Physiotherapeut dies erlaubt.

Der geeignete Sport

Laufen/Walking/Wandern: Bei einem ökonomischen Laufstil, also keine zu übertriebenen Laufbewegungen, die die Muskulatur ermüden, ist diese Sportart geeignet. Günstig ist flacher weicher Boden (kein Asphalt), bei Bergwandern ist der Aufstieg besser geeignet als der Abstieg.

Schwimmen: Ebenfalls gut geeignet, weil viele Muskelgruppen gleichzeitig kontrolliert werden. Knieprothesenträger sollten nur die Kraulbewegungen für die Beinarbeit verwenden, da das gelenkschonender ist.

Radfahren: Ist ebenfalls gut geeignet, da die Muskulatur gleichmäßig beansprucht wird. Jedoch: starke Steigungen vermeiden. Geeignet ist das Training auf dem Heimtrainer, da sich der Widerstand optimal einstellen lässt.

Skilanglauf: Ist nur bedingt geeignet. Extreme Steigungen und Gefälle sollten vermieden werden. Empfehlenswert ist die Fahrt auf einer gespurten Loipe – sonst besteht Sturzgefahr.

Alpiner Skilauf, Sprungdisziplinen oder Ballsportarten wie Fußball, Handball oder Volleyball vermeiden. Nur routinierte Skifahrer dürfen diesen Sport weiter durchführen, sollten aber Buckelpisten und Tiefschnee vermeiden. Ähnliches gilt beim Golfen. Ein geübter Golfspieler kann sicher kontrollierter (und damit schonender) bewegen als ein Anfänger. Bedingt geeignet ist Tennis. Wer nicht darauf verzichten kann, sollte auf weichen Bodenbelag zu achten. Ähnlich verhält es sich mit dem Reiten. Nur erfahrene Reiter können ihren Reitstil so umstellen, dass die Gelenke so wenig wie möglich belastet werden. Doch sollte man eher darauf verzichten, denn die Sturzgefahr ist zu groß.

Endoprothesenpass

Prothesen können bei den Sicherheitskontrollen wie z.B. am Flughafen Alarm auslösen. In solchen Fällen sollte immer ein spezieller Prothesenträgerausweis mitgeführt werden. Er enthält Informationen zum künstlichen Gelenk, Notizmöglichkeiten für Nachsorgetermine und bietet rasche Informationen für den nachbehandelnden Arzt, den Krankengymnasten und Physiotherapeuten.

Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen

Regelmäßige Nachuntersuchungen sind wichtig. Der Arzt überprüft den Sitz und die Funktion des neuen Gelenkes. Probleme wie eine Prothesenlockerung können rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Stand 2009

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