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Bodycheck – TÜV für den Körper

Vorsorge zu tragen ist für viele Menschen selbstverständlich. So werden Versicherungen abgeschlossen, um im Ernstfall die finanziellen Belastung so gering wie möglich zu halten. Das gilt ganz besonders für des Menschen liebstes Kind: das Auto. Es wird regelmäßig gewartet, gepflegt und die kleinste Beule wird sofort repariert. Überträgt man diese Sorgfalt auf den eigenen Körper, dann sieht es mit der Vorsorge weitaus schlechter aus. Die Devise „Nicht hinschauen, dann passiert auch nichts“ – ist weit verbreitet: Nur jede zweite Frau und jeder sechste Mann lässt sich regelmäßig durchchecken. Dabei sind die Vorsorgeuntersuchungen im Katalog der Krankenkassen enthalten und das heißt: sie werden auch bezahlt. Denn medizinischen Erkenntnissen zufolge kann sich jeder länger gesund und fit erhalten, weil ein regelmäßiger „Bodycheck“ hilft, Erkrankungen viel früher zu erkennen. Sie können dann oftmals viel besser als in einem späteren Stadium therapiert werden können. Das gilt auch für Risikofaktoren, wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel oder genetische Dispositionen in der Familie, die früh erkannt mit ärztlicher Hilfe angegangen werden können.

Früherkennung: Krebs (Carzinom - CA)

Jährlich erkranken in Deutschland über 400.000 Menschen neu an Krebs. Die häufigste Krebsart beim Mann ist das Prostatakarzinom, gefolgt von Lungen und Dickdarmskarzinom. Frauen erkranken besonders häufig an Brustkrebs, aber auch Dickdarm- und Gebärmutterhalskrebs. Bei Männern und bei älteren Menschen ist die Bereitschaft zur Krebsvorsorge sehr gering, obwohl das Krebsrisiko im Alter steigt. Dabei gilt für die meisten Krebsarten: Je früher sie erkannt werden, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Studien zeigen, dass beispielsweise 90 Prozent der Frauen mit Gebärmutterhalskrebs geheilt werden können, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt wird. Auch eine Darmspiegelung bei über 55-Jährigen kann nach Schätzungen der Deutschen Krebshilfe jährlich rund 15.000 Deutschen das Leben retten. Frauen und Männer, die in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, können je nach Alter verschiedene Untersuchungen kostenfrei zur Früherkennung in Anspruch nehmen.

Spezielle Krebs-Früherkennung für Frauen

Frauen ab dem 20. Lebensjahr: Es wird empfohlen, sich einmal jährlich beim Gynäkologen durchchecken zu lassen. Dabei wird das innere und äußere Genital inspiziert, ein Abstrich von Gebärmutterhals und Gebärmuttermund durchgeführt

Ab dem 30. Lebensjahr raten die Krankenkassen einmal jährlich zu einer Tastuntersuchung der Brüste und der Achselhöhlen durch den Frauenarzt. Dabei ist es ratsam, auch eine regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust durchzuführen, da jede Veränderung auf diese Weise noch viel schneller erkannt werden kann..

Ab dem 45. Lebensjahr können Frauen einmal jährlich beim Hausarzt eine Untersuchung des Dickdarms in Anspruch nehmen. Diese Untersuchung besteht zunächst aus einem Abtasten des Enddarms. Ab dem 50. Lebensjahr kommt ein jährlicher Test auf „occultes“, also nicht sichtbares Blut im Stuhl hinzu.

Spezielle Krebs- Früherkennung für Männer

Bei Männern werden einmal jährlich Vorsorgeuntersuchungen ab dem 45. Lebensjahr angeboten. Dabei wird die Prostata untersucht (abgetastet) und die äußeren Genitalien inspiziert. Ab dem 50. Lebensjahr wird jährliche der Stuhltest auf occultes Blut angeboten.

Darmkrebs-Früherkennung für Männer und Frauen ab 56 Jahren, ab Juli 2008 regelmässiges Hautkrebsscreening

Neu aufgenommen in das Krebs-Früherkennungsprogramm: zwei Darmspiegelungen ab dem 56. Lebensjahr. Durch diese Maßnahme können Polypen erkannt und behandelt werden, bevor sie zu Krebstumoren degenerieren. Diese Untersuchungen sind nur in einem Abstand von 10 Jahren notwendig, da Polypen sehr langsam wachsen. Wer sich für eine Darmspiegelung entscheidet, bekommt den kostenlosen Stuhltest nur noch alle 2 Jahre bezahlt. Ab Juli 2008 können gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening in Anspruch nehmen.

Gesundheits-Check „Check-up 35“

Für Männer und Frauen ab dem vollendeten 35.Lebensjahr besteht die Möglichkeit, sich alle zwei Jahre beim Hausarzt einem allgemeinen Check-up zu unterziehen. Gedacht ist der Check-up vor allem für Menschen, die nicht krank sind und weiterhin gesund bleiben wollen. Denn diese Untersuchung dient in erster Linie der Früherkennung von sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen sowie Diabetes mellitus. Mit relativ einfachen und wenig belastenden Untersuchungen lässt sich schon früh feststellen, ob Risikofaktoren vorhanden sind oder diese sich schon zu einer Krankheit verdichtet haben. Beim Check-up ermittelt der Arzt über die Erhebung einer Anamnese den Gesundheitszustand sowie bestehende Risikofaktoren. Es folgt eine körperliche Untersuchung und eine Blut- und Urinuntersuchung. Die Blutuntersuchung dient u.a. zur Bestimmung von Blutzucker- und Cholesterinwerten. Ein Urintest geht Hinweisen einer Nierenfunktionsstörung nach.

 Impfpass checken!

Neben den regelmäßigen Gesundheits-Check-Up sollte auch immer wieder einmal der Impfpass kontrolliert werden. Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen in der Präventionsmedizin. Denn Impfungen schützen unmittelbar vor einer Krankheit. Je besser der Impfschutz der Bevölkerung, desto größer ist die Chance, einzelne Krankheitserreger regional zu eliminieren und schließlich weltweit auszurotten. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich; bleibende unerwünschte und gravierende Nebenwirkungen werden nur in ganz seltenen Fällen beobachtet.

In der Bundesrepublik Deutschland besteht keine Impfpflicht. Impfungen von besonderer Bedeutung werden von den Gesundheitsbehörden auf der Grundlage der STIKO-Empfehlungen (Ständige Impfkommission) regelmäßig öffentlich empfohlen. Ansprechpartner für die Überprüfung eines ausreichenden Impfschutzes kann der Hausarzt oder das Gesundheitsamt sein. Dabei gilt es, die Grundimmunisierung, die bereits im Säuglings- und Kleinkindalter einsetzt und entsprechend im Impfpass dokumentiert wird, ggf. durch Auffrischimpfungen zu erhalten.

Falls notwendig, kann darüber hinaus ein Impfschutz gegen weitere Infektionskrankheiten (z.B. bei besonderen Risikogruppen und Reisen) aufgebaut werden. Ein solcher Impfschutz wird häufig NICHT von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Folgende Impfungen werden in der Regel von den Krankenkassen gezahlt:

Stand 2009

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